Wir kämpfen für eine saubere Stromversorgung – unterstütze uns dabei

Die SVP hat die Unterschriften für das Referendum gegen die Energiestrategie zusammen. Was Blochers Partei noch immer fehlt, ist eine valable Alternativstrategie. Sie will mit Subventionen für AKW die Bürger schröpfen.

Nach harzigem Start und verzweifelten Sammelbefehlen an sämtliche SVP-Nationalratsmitglieder hat es Parteipräsident Albert Rösti doch noch geschafft: 60‘000 Unterschriften seien gesammelt. Somit kommt die vom Parlament beschlossene Energiestrategie 2050 – ein gutschweizerischer Kompromiss – mit grösster Wahrscheinlichkeit Ende Mai 2017 vors Volk.

Eine brüchige Allianz ohne Zukunft

Die SVP attackiert damit als einzige Partei den Umstieg auf saubere, einheimische Energien, ihre Verbündeten sind bis jetzt eher spärlich gesät und selbst sie sind teils in der Frage zerstritten. So zum Beispiel Swissmem, der Verband der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie: Ausgerechnet zwei der grössten Stromverbraucher unter den Mitgliedern, Stahl Gerlafingen und der Pharma- und Chemiezulieferer Lonza, unterstützen die Energiewende und sprechen sich gegen das Referendum aus. Auch andere prominente Mitgliedsfirmen wie ABB, Siemens und Landis + Gyr stehen hinter der vom Parlament beschlossenen Energiestrategie.

Das erstaunt wenig. Denn die Gegner haben keinerlei ernsthafte Alternativen zu bieten. Rösti – neben der SVP Schweiz präsidiert er auch die mächtige Öl-Lobby «Swissoil» – will weiterhin auf dreckiges, ausländisches Öl und Gas sowie Kohle und Uran setzen. Sein Vordenker aus Herrliberg fordert gar Subventionen für AKW – das ist absurd, wie der Energiespezialist Rudolf Rechsteiner in einem ausführlichen Artikel beschreibt. Und das geht auf Kosten des Bürgers, wie der Tagesanzeiger schreibt.


Die erfundenen Scheinargumente der Dreckstrom-Lobby


Schon bei der Unterschriftensammlung ging die SVP mit frei erfundenen Horrorzahlen hausieren. Noch dreckigere Tricks sind für den Abstimmungskampf zu erwarten. Was tun also? Mit den Worten von Pro-Solar-Präsident Roger Nordmann: «Wir kämpfen für eine saubere, inländische Energieversorgung, während die heimatmüde SVP unsere Energieversorgung von Auslandimporten abhängig machen will». Dazu brauchen wir eure Unterstützung. Indem ihr euer Wissen teilt, euch an Diskussionen beiteiligt, bei Standaktionen mithelft, unseren Newsletter (oben rechts) abonniert oder und mit einer Spende unterstützt.


> Zum Komittee «Energiestrategie JA!»
> Schweizer Wirtschaft für die Energiestrategie 2050
> Die Energiestrategie 2050